Boxen von A-Z

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E | Ecken

Der Boxring hat vier Ringecken. Dabei gibt es immer eine rote und eine blaue Ecke, in denen sich die konkurrierenden Boxer zwischen den Runden in den so genannten Rundenpausen eine Minute lang erholen können. Die beiden anderen Ecken werden als neutrale Ecke bezeichnet.

F | Finte

Der Boxer täuscht einen Schlag an, damit sich die Deckung des Gegners verlagert. Dann versucht der Angreifer, einen Treffer an anderer, ungedeckter Stelle zu landen.

F | Fallobst

Unter dem Begriff Fallobst versteht man mäßig begabte Boxer, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben oder nie eine gute Zeit hatten. Solche Boxer haben in ihrer Kampfbilanz häufig sehr viele Niederlagen zu Buche stehen. Vor dem Beginn eines Kampfes werden ihnen eigentlich keine Siegchancen eingeräumt. Oft verlieren als Fallobst bezeichnete Boxer ihre Kämpfe durch K.o. - ideal, um einem anderen Boxer zu einem Sieg zu verhelfen.

G | Gerade

Die Gerade kennzeichnet einen bestimmten Schlag des Boxers: Aus festem Stand heraus wird der Arm so gestreckt, dass Oberarm, Unterarm und Handrücken eine Gerade bilden. Der Arm dreht sich dabei um 90°. Meistens wird eine Gerade mit der Schlaghand geschlagen. Bei einem Normalausleger wäre dies dann die rechte Gerade.

G | Gewicht machen

Diese Prozedur wird umgangssprachlich auch "Abkochen" genannt. Viele Boxer erreichen nur für ihre Wettkämpfe ein bestimmtes Gewichtslimit. Beim Wiegen, meistens einen Tag vor einem Titelkampf, muss der jeweilige Boxer in diesem vorgeschriebenen Gewichtslimit bleiben (außer im Schwergewicht), sonst hat er seine Titelchance schon auf der Waage verspielt. Ist er beim offiziellen Wiegen zu schwer, hat er die Möglichkeit, das Übergewicht in einem bestimmten Zeitrahmen - dieser wird vom jeweiligen Verband vorgegeben - abzutrainieren. Sollte er das geforderte Gewichtslimit nicht erreichen, kann er zwar trotzdem zum Kampf antreten, doch ein Titelgewinn ist bei Nichterreichen des Gewichtslimits ausgeschlossen.

G | Gym

Als Gym werden die Trainingsräume der Boxer bezeichnet. Das bekannteste dürfte das Kronk Gym in Detroit sein. Emanuel Steward bereitete hier Thomas "The Hitman" Hearns, den ersten Profiboxer, der in fünf verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister wurde, auf seine zahlreichen WM-Kämpfe vor. Das größte Gym des Sauerland-Teams ist das Max-Schmeling-Gym in Berlin. Es liegt in der Nähe des Berliner Olympiastadions.

H | Halbdistanz

Boxer stehen hierbei halb so weit auseinander, wie es ihre Reichweite eigentlich zulassen würde. Daraus entwickeln sich häufig Aktionen im so genannten Infight. Bereitet ein Boxer seine Aktionen hingegen aus größerer Distanz vor, spricht man davon, dass er mit langen Händen agiert.

H | Handschuhe

Die Boxhandschuhe sind gewissermaßen das Arbeitswerkzeug eines Boxers. Sie sind mit Schaumstoff gefüllt, damit sie nicht verrutschen und zudem den Schweiß an den Händen aufsaugen können. Darüber hinaus soll die Schaumstoffpolsterung natürlich vor schweren Verletzungen schützen. Boxhandschuhe werden in Unzen gewogen. Bis zum Mittelgewicht boxt man mit acht Unzen. Darüber kommen Boxhandschuhe mit zehn Unzen zum Einsatz.

H | Haken

So bezeichnet man den Schlag eines Boxers, bei dem sich der Arm im 90° angewinkelten Zustand befindet. Wegen der enormen Stärke, die hinter so einem Schlag steckt, ist er unter Boxern sehr beliebt. Im Gegensatz zu einer Geraden ist die Reaktionszeit für den Gegner bei einem linken oder rechten Haken eher gering.